| http://www.usf.uni-osnabrueck.de/archive/projects/twb/ |
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Sie befinden sich im Archiv - aktuellere Hinweise zu Kontakt und Inhalt siehe Karteikarte Dieses Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Entlastung privater Trinkwasserbrunnen:
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| Leitung: Prof. Dr. Michael Matthies | |
| Kooperationspartner | Mitarbeiter im USF |
| Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH | Dipl.-Biol. Jürgen Berlekamp |
| Landkreis Osnabrück | Dipl.-Sys.wiss. Stefan Fuest |
| Medizinaluntersuchungsamt Osnabrück | Dipl.-Sys.wiss. Markus Klein |
| Weil Industrieanlagen GmbH & Co. KG, Greifswald | |
| Wasser- und Umwelttechnik GmbH, Halle | |
| Laufzeit: Nov. 95 bis Okt. 98 | |
Private Hausbrunnen stellen besonders in ländlich geprägten Regionen immer noch die Trinkwasserversorgung großer Teile der Bevölkerung sicher. So beziehen im Landkreis Osnabrück beispielsweise 12.1 % der Haushalte ihr Trinkwasser aus privaten Trinkwasserbrunnen. Für viele Regionen in den neuen Bundesländern ist die Bedeutung der privaten Trinkwasserversorgung noch ausgepägter.
Die Gesundheitsämter der Kreise und Kommunen, die den hygienisch einwandfreien Zustand des Trinkwassers aus öffentlichen und privaten Versorgungsanlagen gemäß der Trinkwasserverordnung überwachen, stellen seit einiger Zeit vielfach zunehmende Schadstoffbelastungen vor allem mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln fest. Die dabei in den privaten Trinkwasserbrunnen auftretenden Belastungen sind aufgrund der Entnahme des meist oberflächennahen Grundwassers (geringe Brunnentiefe) nur erste Indizien für eine langfristig zunehmende Belastungstendenz auch der tiefergelegenen Grundwasservorkommen und damit des öffentlich geförderten Trinkwassers.Ziel des Projektes ist es, ein Konzept zur Entlastung und langfristigen Qualitätssicherung zu erstellen, die Überwachung zu verbessern und eine Bewertungsstrategie zur Auswahl geeigneter Maßnahmen zu entwickeln.
Als Modellregionen werden der Landkreis Osnabrück in Niedersachsen mit ca. 11000 privaten Trinkwasserbrunnen sowie die vier Gemeinden Lippersdorf, Niedersaida, Forchheim und Dörnthal OT Haselbach im Einzugsgebiet der Saidenbachtalsperre in Sachsen mit ca. 350 privaten Trinkwasserbrunnen dienen.
Aufbauend auf den Projektergebnissen wird ein Leitfaden erstellt, der eine Anleitung bei der Bearbeitung ähnlicher Problematiken in anderen Regionen geben wird.
Durch die direkte Kooperation mit dem Landkreis Osnabrück als Mitinitiator des Projektes ist eine Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis sichergestellt.