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Sie befinden sich im Archiv - aktuellere Hinweise zu Kontakt und Inhalt siehe Karteikarte Modellierung und Visualisierung der Konzentration von Waschmittelinhaltsstoffen in der ItterDer Itterbach ist ein Nebenfluß des Rheins, der in Solingen entspringt und 20 km flußabwärts im im Süden Düsseldorfs gelegenen Stadtteil Benrath in den Rhein mündet. Die Itter besitzt einige Nebenbäche, wovon aber nur einer, nämlich der durch Solingen fließende Lochbach bezüglich der Wasserführung der Itter relevant ist. Die Itter dient als Vorfluter dreier kommunaler Kläranlagen, die überwiegend kommunale Abwässer klären und in die Itter entlassen.Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird die Konzentration einiger Waschmittel relevanter Chemikalien simuliert und visualisiert. Dies sind zum einen Bor, was in Waschmitteln zu ca. 25% in Form von Perborat als Bleichmittel verwandt wird, und die Tensidgruppe Lineare Alkylbenzolsulfonate (LAS), die die am Meisten benutzten Tenside, also waschaktive Substanzen, umfassen. Die Diplomarbeit baut auf zwei anderen anderen Arbeiten auf, die 1996 durchgeführt wurden. Um dieses Simulationsmodell zu kalibrieren kann auf ein relativ umfangreiches Datenmaterial zurückgegriffen werden, welches im Rahmen einer Diplomarbeit im Fach Physikalische Chemie an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf von Miriam Grob mittels eines Monitoring-Programmes erhoben wurde. Als weitere Daten stehen Monitoringdaten zur Gewässergüte und zur Hydrologie und Hydraulik der Itter zur Verfügung, die der zuständige Wasserverband, der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW), bereit gestellt hat. Ein weiteres Meßprofil aus dem August 1997, das zusammen mit Mitarbeiterinnen des BRW erhoben wurde und dort sowie in den Henkel-Laboratorien analysiert wurde, wird als Validierungssatz benutzt. Dieses Simulationsmodell, das in der Computersprache C unter Unix implementiert ist, wird durch eine Kopplung mit dem geographischen Informationssystem ArcView von diesem gesteuert. Ferner werden die Simulationsergebnisse von ArcView weiter verarbeitet und visualisiert. Die Oberfläche ist dabei in der ArcView internen Sprache Avenue realisiert, mit Ausnahme einiger Dialogfenster, die in der Interpretersprache TCL/Tk implementiert sind. Damit ist diese Arbeit auch in der Implementierung eine Weiterentwicklung der Arbeit Frank Koormanns (s.u.). Die Simulationsergebnisse stellen die Hintergrundbelastung der Konzentration Waschmittel relevanter Chemikalien dar, da sie die bei Normalbedingungen ständig vorhandene Belastung der Itter berechnen. Diese Normalbedingungen gelten für Niedrigwassersituationen. Im Sinne des Chemikaliengesetzes bzw. der Europäischen Richtlinie zur Umweltrisikoanalyse, also im Themenkomplex der Gefährdungsabschätzung bei der Zulassung von Chemikalien, wird diese Hintergrundbelastung auch PECregional (Predicted Environmental Concentration) genannt.
Durch diesen Themenbezug ist diese Diplomarbeit an weitere Forschungsprojekte des Instituts für Umweltsystemforschung angelehnt. Dies sind die beiden Projekte GREAT-ER Im Anschluß an die Entwicklung des Modells wird es zusammen mit den zur Verfügung stehenden Daten Miriam Grobs sowie des BRWs dazu benutzt, Fragen bezüglich der Eliminationsrate von LAS in der Itter zu beantworten, sowie Abschätzfunktionen zur Eintragsmenge zu validieren. Dazu wurden mehrere verschieden detaillierte Modellstufen realisiert und ihre Ergebnisse verglichen, um so bewerten zu können, inwiefern eine Steigerung des Detailliertheitsgrads des Modells die realen Verhältnisse besser darstellt.
Die komplette Fassung der Diplomarbeit als gezippte PDF-Datei C. Schulze, M. Matthies, S. Trapp & F.R. Schröder (1999): Georeferenced fate modelling of LAS in the Itter Stream, Chemosphere 39: S. 2351-2373. Um eine Vorstellung von der Itter zu bekommen, sind hier einige Photos aufgeführt, die bei der Messreihe im August 1997 aufgenommen wurden. Ergebnisse dieser Arbeit wurden auf der 8. jährlichen Tagung von SETAC Europe in Bordeaux während der Postersession dargestellt. Das vorgestellte Poster und seine einzelnen Elemente sind als JPEG-Dateien auf diesem Server abgelegt. Da englisch Tagungsprache war, ist diese Seite auf englisch. Archivierung: August 2001 - letzte Änderung durch den Autor: 10. Mai 2001 E-Mail: Carsten.Schulze@usf.Uni-Osnabrueck.DE [ Karteikarte ] Hintergrund ausschalten [ Startseite ] |