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Erste Ökobilanz einer Universität |
Das »Osnabrücker Umweltmanagement-Modell für Hochschulen« sieht als zentrales Element die Stoff- und
Energieflußanalyse einer Hochschule mit anschließender Erstellung einer Ökobilanz vor. Auf ihr bauen alle
weiteren hier beschriebenen neun Bausteine auf. Mit der Ökobilanz der Universität Osnabrück liegt damit
erstmals für eine Hochschule eine umfassende Ökobilanz einschließlich einer Bewertung der
Umweltwirkungen vor. Die folgenden Seiten enthalten eine Kurzbeschreibung der Ökobilanzierung; weitere
Informationsmöglichkeiten finden Sie am Ende dieser Seite.
Am Beispiel der Universität Osnabrück sollte untersucht werden, wie die Stoff- und Energieflüsse von Hochschulen
mit vertretbarem Aufwand erfaßt und bilanziert werden können und welche Verfahren zur Bewertung der
Ressourcenverbräuche und Emissionen im Hinblick auf ihre Umweltwirkungen geeignet wären. Als Ergebnis sollten
den Entscheidern der Universität eine fundierte Analyse der durch die Universität verursachten Umweltwirkungen
sowie daraus zu ziehende Konsequenzen vorgelegt werden. Gleichzeitig wurde untersucht, ob auch von anderen
Hochschulen genügend Daten zur Verfügung ständen, um - zumindest in Teilbereichen - die Ergebnisse der Stoff-
und Energieflußanalyse der Universität Osnabrück vergleichen und auch unter diesem Gesichtspunkt bewerten zu
können.
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Vorgehensweise nach ISO 14 040 |
Die Ökobilanz der Universität wurde in Anlehnung an die ISO-Norm 14 040 erstellt, die sich sowohl auf
Produkte als auch auf Dienstleistungen bezieht. Nach ihr setzt sich eine Ökobilanz aus den folgenden vier
Schritten zusammen:
Die folgende Abbildung verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bereichen:
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Die Stoff- und Energieflüsse wurden größtenteils mit der Software
Umberto® modelliert. Zur
Bewertung der Sachbilanz wurde die in Umberto® implementierte »UBA-Methode« des Umweltbundesamtes verwendet, die auf dem
ISO-Konzept der Wirkungskategorien aufbaut.
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Resultate |
Grundlegende Resultate sind, daß die durch die Universität
Osnabrück verursachten Umweltwirkungen der beiden Kategorien »Verbrauch fossiler Energieträger« und
»Treibhauseffekt« als »sehr groß« eingestuft werden. Verantwortlich dafür sind insbesondere die Strom-
und Wärmeverbräuche sowie der Verkehr. Zur Verbesserung der Umweltsituation werden der Universität
daher als Maßnahmen die Reduktion der CO2-Emissionen, des Verbrauchs fossiler Energieträger sowie
der Methan-Emissionen empfohlen.
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Weitere Informationen |
Die Ökobilanz stellt gleichzeitig die Dissertation von Peter Viebahn dar. Sie wurde im Mai 1999 vom Fachbereich
Mathematik/Informatik der Universität Osnabrück angenommen unter dem Titel »Die Ökobilanz der Universität
Osnabrück - Analyse der Stoff- und Energieflüsse und Bewertung ihrer Umweltwirkungen«. Sie ist veröffentlicht in
folgendem Buch (siehe Rubrik
Veröffentlichungen):
Viebahn, Peter; Matthies, Michael 2000: Ökobilanzierung und Umweltmanagement
an Hochschulen - Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück |
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© 2000
Peter Viebahn - letzte Änderung: Januar 2001