Das Osnabrücker Umweltmanagement-Modell für Hochschulen ------------------------------------------------------------------
Die Bausteine und ihre Umsetzung
    Weiterbildung & Schulung
Mitarbeiterbeteiligung & Öffentlichkeitsarbeit (Bausteine UM 9/10)

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  Mitarbeiterbeteiligung als notwendiger Bestandteil eines funktionierenden Umweltmanagementsystems

Eine Verbesserungsdynamik durch positive und freiwillige Motivation zum Ressourcenschutz kann sich nur durch gezielte Beteiligungsmodelle in Kombination mit einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit ergeben. Die allgemeine Motivationsstärke für ein bestimmtes Verhalten hängt nach Lawler im Wesentlichen von zwei Variablen ab:

  • Wünschbarbeit, das heißt der Wert des erzielten Verhaltensergebnisses und
  • Erwartung, das heißt die angenommene Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Ergebnis eintritt.
Die Motivation zu umweltgerechtem Verhalten führt schließlich zu einem gestärkten Umweltbewußtsein.

Zur Theorie

  Im Theorieteil wird auf die Variablen Wünschbarkeit und Erwartung sowie auf die Besonderheiten der verschiedenen Hochschulgruppen näher eingegangen.

Begleitende Maßnahmen zur Umsetzung eines verbesserten Abfallkonzepts

Innerhalb des Projekts zum Aufbau eines Umweltmanagementsystems an der Universität Osnabrück wurde am Beispiel der Umsetzung eines verbesserten Abfallkonzepts erstmals versucht, diese Aspekte zu konkretisieren und auf die Hochschuleanzuwenden. Die folgende Abbildung stellt das Maßnahmenpaket dar, das für die Universität entwickelt wurde. Am Anfang stand eine detaillierte Abfallanalyse, deren Ergebnis u.a. war, dass sich im Restmüll noch jeweils 20% Papier und Grüner-Punkt-Müll befanden, obwohl bisher schon eine getrennte Sammlung existierte.

Zur Praxis

  Abbildung Begleitende Maßnahmen bei der Umsetzung des neuen Abfallkonzeptes

Die folgenden Seiten enthalten nähere Informationen über die Umsetzung in den Bereichen

Plakatserie

  Allgemein für das Umweltmanagement wurde von einem Graphiker eine Posterserie entworfen, um die Hochschulangehörigen über die Bereiche Abfall, Weiterbildung und Umweltleitlinien zu informieren. Sie wurden flächendeckend in den Unigebäuden aufgehängt.

Fazit

  Nicht alles verlief reibungslos, und oft ließ die Beteiligung zu wünschen übrig. Zentrale Probleme bei der Durchführung waren:
  • Die Beteiligung in der Projektgruppe war sehr gering. Kernproblem war das Fehlen von klaren Kompetenzen oder einem eigenen Etat. Das führte zum stetigen »Schrumpfen« der Gruppe, da die fehlende Umsetzung demotivierte.
  • Der weitere Verlauf nach Ende des Pilotprojektes zum Aufbau des Umweltmanagements war lange Zeit unklar, so das viele im Workshop entwickelte und durch das Preisausschreiben gesammelte Maßnahmen nicht weiterverfolgt wurden.
  • Das Interesse an den Weiterbildungsveranstaltungen war sehr gering. Zukünftig sollte daher eine zielgruppenspezifische Werbung durch direkte Anschreiben o.ä. erfolgen.
  • Die Vorbereitung und Durchführung der einzelnen Maßnahmen waren sehr zeitintensiv und zeigten, dass sie nicht einfach so neben dem »Tagesgeschäft« bearbeitet werden können.
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© 2000 Peter Viebahn - letzte Änderung: Oktober 2000