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Die Erfassung der Stoff- und Energieflüsse geht in vielen Hochschulen sehr mühsam voran, da die Daten sehr verteilt sind (zum Teil außerhalb der Hochschulen, z.B. Behörden), sie oft noch nicht per Computer verwaltet werden und zum Teil bisher gar nicht erfaßt wurden, z.B. im Verkehrsbereich. Es ist daher ein hoher Zeitaufwand nötig. Bei der Datenerfassung werden oft auch strukturelle Mängel in der Datenorganisation und Verwaltung sichtbar, so daß ein Nebeneffekt der Umweltanalyse der Aufbau einer effizienteren Datenhaltung sein kann. Wichtig ist allein schon der Erhebungsprozeß, denn durch die Gespräche mit den Beteiligten können oft Informationen gewonnen werden, die mehr als die eigentlichen Daten aussagen oder die noch gar nicht als Daten erfaßt sind. Sichtbar wurde, daß bisher an keiner Hochschule ein Umweltinformationssystem existiert, deren Einrichtung die Teilnehmer aber als sehr wünschenswert ansahen. Dadurch wäre es möglich, nach der ersten Datenerfassung die Stoff- und Energieflußanalyse in den Folgejahren möglichst automatisch weiterführen zu können.
An der Uni Karlsruhe wurde das Sytem SuperX entwickelt, das auf
bisherige DV-Anwendungen aufgesetzt wurde, um Querschnittsaufgaben
lösen zu können --> evtl. auch für den Umweltbereich
einsetzbar. An der FH Furtwangen wurde auf ein vorhandenes PPS-System
aufgesetzt.
Als Fragen tauchten auf, ob überhaupt die ganzen Daten nötig
sind (--> Sammelwut!), d.h. man sollte sich vorher im Klaren
sein, was man überhaupt mit den Daten anfangen will. Das
ist insb. bei der Tiefe der Datenerhebung nötig, denn oft
reicht es aus, zunächst grobe Daten zu verwenden, z.B. als
Orientierung. Für die Weiterverarbeitung böte sich z.B.
die Entwicklung von Kennzahlensystemen an, um Vergleiche herstellen
zu können. Die Erfasser der Daten sollten auch gleichzeitig
die Nutzer sein; es sollte auch die Frage der Fortschreibung geklärt
werden (jährlich, alle paar Jahre). Welcher Nutzen ist gegeben
durch welche Art der Erfassung?
Als wichtige Bereiche der Datenerfassung stellten sich nach den
Erfahrungen von Teilnehmern der Beschaffungs- und der Gefahrstoffbereich
heraus, da hier noch einiges zu verbessern ist. Energie, Verkehr
und Wasser sollten aber ebenso betrachtet werden.
Zusammenfassung:
M. Leukam, P. Viebahn
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Peter Viebahn - letzte Änderung: März 2000