| Motivation | Erfahrungsaustausch
| Tätigkeitsfelder |
- Wie kann man Menschen zu umweltgerechtem Handeln motivieren?
- Überwindung von Motivationsproblemen (Prof.), Geldzwänge?
- Motivationsinstrumente
- Hochschulmitarbeiter stärker einbeziehen?
- Vorschläge zur Verbesserung der Motivation von Hochschulangehörigen
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- Neue Ideen/Anregungen
- Erfahrungsaustausch
- Erfahrungen mit Handlungsinstrumenten
- Offenheit der Teilnehmer für Vorschläge für konkrete Handlungen
- Weiterentwicklung der Anregungen im Plenum
- Probleme mit Instrumenten
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- Wie kann man die Umsetzung des betrieblichen Umweltschutzes gestalten?
- Wie setze ich den spez. Auftrag Umweltschutz in der Praxis um?
- Effektivitätsmaß von Hochschulen
- Effektiver arbeiten
- Das Richtige zur richtigen Zeit tun
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Allgemein sind im universitären Bereich unterschiedliche
Motivationen vorhanden sind, sich mit Umweltschutz zu befassen:
Professoren: neue Felder, in denen man sich profilieren kann (Karriere)
Studenten: umfassendes Umweltbewußtsein, geprägt durch
die globalen Umweltkrisen
Hauptamtliche: müssen ihre Pflicht erfüllen.
Von den Teilnehmern wurden Instrumente genannt, die auch teilweise
schon erprobt wurden:
- Weiterbildung
Wurde von Herrn Albrecht als sehr wirkungsvoll erachtet, da
die Teilnehmer motiviert sind. Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit,
Multiplikatoren für den Umweltschutz zu schaffen.
Formen: Workshops, Szenarien (Probleme und Reaktionen werden durchgespielt,
mögliche Lösungen gemeinsam erarbeitet), ökologische
Uniführung.
Durch Weiterbildungsmaßnahmen erfährt jeder einzelne
Unterstützung, da er sieht, daß er nicht alleine gegen
die Probleme kämpft. Weiterbildung muß funktions-,
arbeitsplatz- und themenbezogen sein.
- Rundschreiben
Durch Rundschreiben können sehr viele Menschen erreicht
werden. Allerdings besteht die Gefahr, daß die Informationen
im Papierkorb landen.
- Energieseminare
Herr Weber stellte die Energieseminare der ETH Zürich
vor. An diesen Energieseminaren sollten alle Hochschulangestellte
teilnehmen, über die Hälfte nahm tatsächlich teil.
In jeweils halbtägigen Seminaren mit vier bis sechs Personen
wurden allgemeine Informationen über den Energieverbrauch
vermittelt. Jede Gruppe sollte konkrete Ziele für Energiesparen
in ihrem jeweiligen Bereich und die Umsetzung in einer Selbstverpflichtung
benennen. So fanden mehrere hundert Energieseminare teil.
- Umweltinformationstage
Frau Grothe-Senf stellte die Umweltinformationstage der FHW
Berlin vor. Im Rahmen von Hochschultagen fanden bisher drei Umweltinformationstage
statt:
Umweltinformationsmarkt
Unter dem Gedanken, daß Umweltschutz Spaß machen
sollte, fand der dreitägige Umweltinformationsmarkt statt.
Es gab verschiedene Marktstände zu Umweltthemen, bei denen
die Besucher mitmachen konnten bzw. Ideen und Meinungen an Pinwänden
hinterlassen konnten. Es wurde mit Visualisierung gearbeitet (z.B.
der Papierberg der Uni ist so hoch wie der Funkturm - Modelle
des Papierberges und des Funkturmes). Es gab Stände wie z.B.
eine Solarcreperie und ein Stand zum Thema Energie selber machen.
Mit diesem Aktionstag wurden vor allem Studenten und Außenstehende
erreicht. Professoren und Verwaltung standen dem eher ablehnend
gegenüber. Es existiert eine Dokumentation dieses Aktionstages.
Umweltinformationstag Klimagipfel
Auch bei diesem Tag war die öffentliche Reaktion sehr
gut, während Professoren und Verwaltung kaum erreicht wurden.
Umweltinformationstag Öko-Audit
Hier arbeiteten die Teilnehmer in Projektgruppen zum Thema.
Zum ersten Mal nahmen auch viele Verwaltungsangehörige teil.
Studenten und Hochschullehrer wurden damit jedoch nicht erreicht.
Destruktive Haltung des Kanzlers
- Betriebliches Vorschlagswesen
Herr Albrecht stellte kurz das betriebliche Vorschlagswesen
der TU Berlin vor. Dabei gibt es Prämien, wenn Vorschläge
zu Einsparungen führen. Die Wirkungen eines Vorschlagswesens
und die Umsetzung der Maßnahmen beurteilte Herr Albrecht
allerdings eher kritisch.
- Informationsveranstaltungen zu brennenden Themen
Herr Stratmann erläuterte, wie schwer es ist, Hochschullehrer
zu Informations- oder Weiterbildungsveranstaltungen zu bewegen.
Lediglich zu Themen wie Haftungsfragen und versicherungstechnischen
Fragen gibt es einen großen Andrang. Man müßte
daher versuchen, die Hochschulangehörigen über solche
brennenden Fragen für den Umweltschutz zu gewinnen.
- Einzelberatung und direkter Kontakt/Androhung von Sanktionen
Herr Bertram von der FU Berlin hob die Wirksamkeit von persönlichem
Kontakt in Einzelberatungen hervor. Dabei muß man einerseits
negative Sanktionen androhen, man muß allerdings auch positives
hervorheben.
Weitere Vorschläge
- Transparenz der Zuständigkeiten erhöhen
- Interdisziplinäre Arbeiten zu Umweltthemen
- Innerbetriebliche Anweisungen
- Dezentrale Umweltschutzbeauftragte benennen
- Netzwerke/Multiplikatoren
- Anreizsysteme
- Budgetierung/nuzterbezogene Abrechnung
- zukünftige Planungen berücksichtigen
Sehr stark diskutiert wurden von den Umweltschutzbeauftragten
die Überfrachtung ihres Aufgabenbereiches. Dies geht soweit,
daß einige Teilnehmer meinten, sie könnten kaum langfristige
Ziele verfolgen, da dies die täglichen Aufgaben nicht erlauben.
Herr Albrecht hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines effektiven
Zeitmanagements hervor.
Zusammenfassung:
M. Leukam, P. Viebahn
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Peter Viebahn - letzte Änderung: März 2000