Das Osnabrücker Umweltmanagement-Modell für Hochschulen ------------------------------------------------------------------
Tagungen Ergebnisse der Arbeitsgruppe 3: Umsetzung von Umweltmanagement
Angekündigt war die Arbeitsgruppe mit folgender Fragestellung:

"Welche Erfahrungen, Probleme und Strategien gibt es bei der Umsetzung von Umweltmanagement in den Hochschulen?"

Moderation: Dr. Friedrich Stratmann
Berichterstatter: Thomas Albrecht

Teilgenommen an der AG haben fünfzehn Teilnehmer/innen.

Folgende Schwerpunkte wurden in der Arbeitsgruppe diskutiert:

  1. Was verstehen die Teilnehmenden unter Umweltmanagement?
    Ein fortwährend innovatives System, wie es von EMAS und ISO 14001 beschrieben wird, haben wir bildlich als "rollendes Rad" dargestellt. Das Ziel eines Umweltmanagements (UM) kann eine "Umweltentlastung" oder allgemeiner eine "Nachhaltige Hochschule" sein. Das UM sollte weitgehender als EMAS und ISO 14001 auch den Betrieb einer Hochschule sowie die Dienstleistungen Forschung und Lehre umfassen. Auch sollten die Statusgruppen Studierende, wissenschaftliche Angestellte, Hochschullehrende sowie die anderen Dienstkräfte einbezogen sein.
  2. Welches sind die Elemente eines Umweltmanagements?
    • Ein für die ganze Hochschule formuliertes oberstes Ziel (UW-Leitlinien, UW-Politik, UW-Leitsätze) ist Grundlage für das weitere Vorgehen. Seine Entwicklung kann je nach Akzeptanz und Strategie "zügig von oben" oder "basisdemokratisch" geschehen. Die öffentliche Bekanntgabe und breite Diskussion in den verschiedenen i Gremien fördert das spätere Ausfüllen der Umweltleitlinien mit Leben. Nicht "zerreden, aufdrücken, verordnen", sondern "transparent machen, beteiligen, öffentlich vermitteln", also der basisdemokratische Weg, ist vorzuziehen.
    • Ein "Öko-Check" sorgt als Soll-Ist-Vergleich für eine Bestandsaufnahme der Schwachstellen (1. Umweltprüfung nach EMAS).
    • Detailziele zur Beseitigung der Schwachstellen werden in den einzelnen Organisationseinheiten entwickelt. Neben der Quantifizierung gehört dazu eine qualitative Gewichtung mit Zeitangaben, also eine Prioritätensetzung für die Zielerreichung.
    • Die weiteren Schritte nennt die oben genannte Verordnung.

  3. Wie soll ein Umweltmanagement eingeführt werden?
    Ziel der Aufbauphase ist es, "das Rad ins Rollen zu bringen". Erst bietet sich ein Test für eine überschaubare Organisationseinheit und Sachebene an, erst dann sollte das Ausweiten auf die ganze Hochschule und alle Sachebenen erfolgen. Durch ein anfänglich informelles Vorgehen müssen Promotoren, also erste Akteure gewonnen werden (Netzwerk aufbauen). Später kommen neben- , hauptamtliche und externe MitstreiterInnen dazu. Für die gesamte Hochschule muß ein gültiger Handlungsfaden erstellt und verbreitet werden. Unterschiedliche Strategien für große Hochschulen (Universität) und kleine Hochschulen (z.B. FH) sollten berücksichtigt werden. Die verschiedenen Ebenen müssen beteiligt und gewonnen werden: Gremien, Hochschullehrende, Studierende und Beschäftigte.
  4. Wie solls weitergehen?
    Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe wünschten weitere Zusammenarbeit und einen Erfahrungsaustausch, um die zahlreichen offenen Fragen zu beantworten. Dies könnte z.B. über das geplante "Netzwerke umweltfreundlicher Hochschulen" (Arbeitstitel) geschehen.
    [Das Netzwerk ist seit 1. Juli 1999 unter dem Namen eco-campus.net am Netz.]

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© 2000 Peter Viebahn - letzte Änderung: März 2000