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AG Ressourcenmanagement
Leiter: Prof. Dr. Claudia Pahl-WostlLaufzeit:Seit Oktober 2001 langfristig Stichworte:Komplexe adaptive Systeme, Agenten-basierte Modellierung, Integriertes Management von Wasserressourcen, Polyzentrische Governance, Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit, Partizipative Entscheidungsprozesse Der Lehrstuhl für Ressourcenmanagement wurde Oktober 2001 zunächst als Stiftungslehrstuhl der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eingerichtet. Seit Oktober 2006 wird der Lehrstuhl als ordentliche Professur der Universität Osnabrück am Institut für Umweltsystemforschung fortgeführt.
Die Arbeitsgruppen befassen sich mit der Entwicklung innovativer Konzepte für das Management von Transformationsprozessen in Richtung Nachhaltigkeit. Der Schwerpunkt liegt auf einem verbesserten Verständnis von Dynamik und Management von Akteursnetzwerken. Weiterhin werden Indikatoren für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit entwickelt. Die Aktivitäten werden in einem engen Austausch mit Wirtschaft und Behörden durchgeführt.
Ein Schwerpunkt ist die verbesserte Darstellung und Berücksichtigung der "menschlichen Dimension" in integrierten Modellen und Managementprozessen. Eine vielversprechende Methode ist die agentenbasierte Modellierung. Agenten sind in diesem Zusammenhang autonome Softwaresysteme, die das Verhalten von sozialen Einheiten beschreiben (Individuen, Organisationen). Ein großer Vorteil dieser Methode ist die Möglichkeit einer realistischeren Darstellung von sozialen und kognitiven Prozessen. Dies erlaubt die Untersuchung der komplexen raumzeitlichen Dynamiken von Mensch-Technik-Umweltsystemen und damit der Grundlage für das Management von Transformationsprozessen in solchen Systemen.
Die agentenbasierte Modellierung ist insbesondere geeignet um Modelle in partizipativen Prozessen zu entwickeln und in Prozessen sozialen Lernens mit verschiedenen Interessensgruppen einzusetzen. Ein Ziel ist die Kopplung von agentenbasierten Modellen mit Werkzeugen der Netzwerkanalyse um Nachhaltigkeitsindikatoren und den Konflikt von Zielen auf der System- und individuellen Ebene untersuchen zu können. Das wichtigste Anwendungsgebiet ist das Management von Wasserressourcen auf verschiedenen Ebenen und die Auswirkungen der neuen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für das Management von Flusseinzugsgebieten in Europa. Konzepte für das integrierte Management von Wasserressourcen müssen die "menschliche Dimension" klar berücksichtigen. Adaptive Managementkonzepte sind geeignet, um die komplexen Ressourcenmanagementprobleme, der die Gesellschaft heute gegenübersteht, zu lösen. Ein weiteres wichtiges Forschungsgebiet ist die Entwicklung von generellen Konzepten für interdisziplinäre Arbeit und integrative Systemansätze. Um innovative Ansätze in der inter- und transdisziplinären Forschung zu stärken sind internationale wissenschaftlichen Netzwerke von herausragender Bedeutung. Förderung: Vorhaben: ASEM WaterNet - Kooperation zwischen Europa und Asien im Rahmen von Wissenschaft und Technologie des Wasserressourcenmanagements Vorhaben: AquaStress - Verminderung von Wasserstress durch neue Ansätze eines integrativen Managements sowie technische, ökonomische und institutionelle Instrumente Vorhaben: NeWater - New Approaches to Adaptive Water Management under Uncertainty Vorhaben: GWSP – Global Water System Project Vorhaben: PartizipA - Partizipative Modellbildung, Akteurs- und Ökosystemanalyse in Agrarintensivregionen Vorhaben: WADEMED – WAter DEmand management in the MEDiterranean Vorhaben: Harmoni-CA - Harmonized Modelling Tools at Catchment Scale Vorhaben: Harmoni-COP - Harmonisierung gemeinschaftlicher Planung |
Internes
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letzte Änderung: Dezember 2010
E-Mail: infousf[at]usf.Uni-Osnabrueck.DE |
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