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Aus den oberen Bodenschichten gasen die genannten
Stoffe unter Umständen aus
und sind verstärkt in der bodennahen Luftschicht präsent. Dies
geschieht nur, wenn die Konzentration in der Luft unter der
entsprechenden Gleichgewichtskonzentration Boden-Luft liegt. Sonst wird aus der
Luft in den Boden eingetragen.
Die Bearbeitung und Bepflanzung landwirtschaftlich genutzter Böden
hat hier einen starken Einfluß darauf, in welchem Umfang Schadstoffe sich
in den oberen Bodenschichten befinden. Bei einer Altlast kann man
zusätzlich davon ausgehen, daß sich in geringerem Maße mobile Stoffe
in den obersten Schichten befinden, da der Ausgasungsvorgang schon lange
anhält.
In geringer Höhe über dem Boden im Pflanzenbestand gibt es kaum Luftbewegung.
Aus dem Boden kommende Chemikalien erhöhen hier die Konzentration in der Luft.
Mit der Höhe nimmt die Windgeschwindigkeit im Bestand zu (Larcher, 1994).
Wahrscheinlich sind es nur wenige Zentimeter, bevor die
Dispersion den entscheidenen Einfluß gewinnt und den Stoff im großen und
ganzen der Hintergrundkonzentration zufügt (Trapp und Matthies, 1997).
Eine vereinfachte Modellvorstellung
nimmt dafür eine Grenze an, nämlich die Höhe einer stagnanten Luftschicht.
Diese ist von der Rauhigkeitshöhe im Pflanzenbestand abhängig (Nobel, 1991).
Befinden sich Pflanzenteile in dieser Luftschicht, kann eine Eingasung erfolgen.
Selbstverständlich nur dann, wenn die Luftkonzentration über der
entsprechenden Gleichgewichtskonzentration Pflanze zu Luft liegt.
Dies stellt den
zweite Aufnahmepfad dar.
Ausgegaste Stoffe könnten auch an Partikel sorbieren
und dann erst an die Pflanze haften.
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generiert am 3.1.1999
Bernhard.Reiter@usf.Uni-Osnabrueck.DE