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1. Plant
Entwickelt wurde das Modell aus PlantX, einem Ansatz mit vier
Pflanzenkompartimenten (Trapp et al., 1990).
Plant berücksichtigt nur ein Pflanzenkompartiment,
liefert jedoch vergleichbare Ergebnisse. Ensprechend kann eine mathematische
Umsetzung der Modellvorstellung bei Plant analytisch gelöst werden.
PlantX erforderte eine numerische Implementierung.
CemoS (Baumgarten et al., 1996; Baumgarten et al., 1998) enthält eine Implementation
von Plant mit unterstützenden Abschätzfunktionen.
In Trapp und Matthies (1996) werden Modellvorstellungen, Modelle und
Implementation beschrieben. Weitere Ausführungen und andere Modellansätze
finden sich in Trapp und Mc Farlane (1995).
Das Modell Plant basiert auf Trapp et al. (1994) und wurde
an weiteren Stellen beschrieben. Jager und Hamers (1997) halten das Modell bei
Risikoabschätzungen grundsätzlich für anwendbar. Stefan Schwartz kommt
in seiner Studie zu einem ähnlichem Ergebnis (Schwartz, 1997).
Er untersuchte ein leicht abgewandeltes Pflanzenmodell.
Plant berücksichtigt folgende Prozesse:
- Gleichgewichtskonzentration Bodenwasser - Wurzeln.
Hier wird auf Grund der großen Wurzelfläche im Verhältnis zum
Wurzelvolumen eine relativ schnelle Einstellung dieses Gleichgewichtes
angenommen.
- Translokation innerhalb der Pflanze mit dem Transpirationsstrom.
Dies ist der aufwärtsgerichtete Xylemfluß im Gegensatz zum
nichtbeachteten Phloemfluß.
- Verdünnung durch Wachstum. Angenommen wird ein exponentielles
Wachstum. Das ist annäherend korrekt für Pflanzen, die vor der
eigentlichen Reife geerntet werden und in der
vegetativen Wachstumsphase sind.
- Abbau durch Metabolismus in der Pflanze oder Lichteinfluß
- Verteilung Blatt - Gasphase der Atmosphäre
- Partikeldeposition auf den Blättern
Die Partikel auf dem Blatt werden getrennt gerechnet und gehen erst in das
Endergebnis ein. Damit wird deren Einfluß auf Translokation und den
gasförmigen Eintrag nicht einbezogen.
Bekannte Grenzen des Modells ergeben sich aus den Voraussetzungen und der
Einfachheit des Modells.
Es gibt beispielsweise keine räumliche Aufteilung der Pflanze und
die Aufnahmekinetik in Knollen oder Pfahlwurzeln kann nicht berechnet werden.
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generiert am 3.1.1999
Bernhard.Reiter@usf.Uni-Osnabrueck.DE