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| (a) schematisch | (b) Foto |
Grünkohl<
gehört zu der Familie der Kreuzblütler
( Brassicaceae = Cruciferae )
und ist eigentlich eine zweijährige Pflanze. Daß sie im zweiten Jahr blüht, ist
für den Anbau als Nahrungsmittel unerheblich. Den ersten Frost sollten die
Pflanzen mitbekommen, weil sie dann Zucker in den Blättern bilden und besser
schmecken. Ernährungsphysiologisch gesehen hat der Grünkohl gesunde
Inhaltsstoffe. Er wird vorwiegend in Nord- und Nordwestdeutschland angebaut
und ist eine anspruchslose Kohlart,
sie gedeit auf allen Böden mit guter Struktur und Wasserversorgung.
Der Anbau von Grünkohl erfolgt unterschiedlich, da Grünkohl auch als Folgefrucht
verwendet werden kann. Man unterscheidet Herbst- und Wintergrünkohl,
wobei die Erntemenge von 200 dt/ha bis 400 dt/ha variiert. Der Anbau von
Einzelpflanzen für den Frischmarkt mit einer Anbaudichte von 5-7 Pflanzen
pro
unterschiedet sich vom Anbau für industrielle Verarbeitung mit bis zu
20 Pflanzen pro
.
Die verschiedenen Sorten weisen nochmals eine große
Variabilität auf. Grünkohlpflanzen werden im allgemeinen 0.3 bis 1 Meter hoch
und können einen Radius von etwa 30 Zentimetern
erreichen (Wonneberger, 1997). Verarbeitet werden nur die Blätter.
Strunk,vergilbte bodennahe Blätter und grobe Blattrippen werden verworfen.
Der Grünkohl wird nach 14 bis 20 Wochen (96-140 Tage) geerntet. Er hat einen
höheren Fettgehalt und einen niedrigeren Wassergehalt als Spinat und Kopfsalat,
denn Grünkohl ist winterhart, und manche Sorten halten Frost bis zu -15
C aus. In Deutschland wurden 1988 etwa 900 ha angebaut.
Abbildung 2.4 zeigt den Aufbau einer Grünkohlpflanze. Die Blätter sind relativ dünnstielig, gekräuselt und liegen nicht auf dem Boden auf. Manche Blattspitzen berühren den Boden, diese vergilben und gehören nicht zum Ernteprodukt.