Spinat ist ein Gänsefußgewächs ( Chenopodiaceae) und ähnlich wie Salat eine einjährige ,,Langtagpflanze``, die normalerweise im Sommer blüht. Die männlichen Blüten sind in der Rohware unerwünscht. Die heutigen Züchtungen erlauben jedoch neben Frühjahrs- und Winterspinat auch Sommer und Herbstspinat. Spinat hat geringe Klimaansprüche, braucht als Tiefwurzler jedoch tiefgründige Böden mit guter Wasserführung, die weder sehr leicht noch sehr schwer sein dürfen. Wie alle Chenopodiaceen ist Spinat relativ robust gegenüber Krankheiten, enthält etwas Oxalsäure und neigt dazu, Nitrat zu speichern. Dies betrifft vor allem die Stengel und es ist der Grund, warum Spinat in der Küche nicht zu lange aufbewahrt werden sollte. Dem Gemüsebauer wird empfohlen, Stickstoffdüngungen gut zu planen (Fritz und Stolz, 1989).
Spinat wurde 1988 auf etwa 2600 ha angebaut, ein Drittel im Frühjahr und zwei Drittel im Herbst, meist im Vertrag mit der Industrie und in Nähe der Fabriken für Tiefkühlware und Konserven. Der Frischmarkt wird noch von Intensivbetrieben mit kleinen Flächen bedient. Nur auf solchen Flächen wird der Spinat noch mit grösserem Reihenabstand gepflanzt, auf grösseren Flächen strebt man einen dichten Bewuchs an, der die maschinelle Ernte erleichtert und unerwünschten Pflanzen keinen Raum läßt. Spinat wächst relativ nahe am Boden und entwickelt Blätter mit relativ langen, dünnen Stielen wie in Abb. 2.6 veranschaulicht. Meist wird als ,,Blattspinat`` geerntet, d.h. die Blattstiele werden über dem Boden abgeschnitten. Seltener ist der ,,Wurzelspinat``.
Der Ertrag schwankt mit der Sorte und der Anbauzeit, i.a. sind es zwischen
1,8
und 2,5
.
Bei Industriespinat können bis zu 200 Pflanzen
pro
gesät werden, bei der Reihensaat erheblich weniger
(Wonneberger, 1997).
In Waldfeucht wurde relativ dünn in Reihen gesät, 4
gegenüber den
üblichen 20-25
.
Gewicht und Höhe der einzelnen Pflanzen schwankt,
die Höhe etwa zwischen 0,05 und 0,2 m.