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3. Größe, Wachstumsrate und Blattfläche

Neben einer Expertenschätzung lag nur für Eisberg- und Kopfsalat eine Gewichtsmeßreihe direkt vor (Wonneberger, 1997; Wonneberger, 1996). Deshalb konnte das Gewicht einer Einzelpflanze nur aus Angaben zur durchschnittlichen Erntemenge pro Fläche und Angaben zum Pflanzenabstand abgeschätzt werden. Eine ähnliche Situation ergibt sich bei der Blattfläche. Üblicherweise wird die Bedeckung des Bodens durch Blätter eines Pflanzenbestand durch den Blattflächenindex (,,Leaf Area Index`` LAI) angegeben. Wie beim Gewicht läßt sich damit die Blattfläche einer Pflanze bestimmen. Beachtet werden muß nur, daß Plant als Eingabe die Gesamtblattoberfläche fordert, während sich der LAI auf eine Seite der Blätter bezieht.

In der CPIDS Datenbank fanden sich Zitate von einzelnen Veröffentlichungen, die die Trockenmasseentwicklung angeben. Aus diesen Kurven ließ sich ein Wachstum erster Ordnung anfitten, siehe Anhang B.1 und Tabelle 3.4. Die Daten stammen, nicht näher spezifiziert, aus den USA-Bundesstaaten Oklahoma und Mississipi. Es ist durchaus möglich, daß dort auf Grund der durchschnittlich höheren Niederschläge und Durchschnittstemperaturen die Pflanzen schneller wachsen. Dies hängt weiterhin davon ab, zu welcher Jahreszeit die Pflanzen angebaut wurden. Laut Diercke Weltatlas (1980) befinden sich beide Gebiete zumindest im feuchtgemäßigten Klima.

Die durchschnittliche Höhe der Pflanzen spielt nur für die SAP-Rechnung eine Rolle. Als von der Ausgasung betroffen werden jeweils die Pflanzenteile von 2-5 cm über dem Boden angesehen. Bei Ernte werden die untersten Blätter meist verworfen. Die Ausnahme ,,Wurzelspinat`` wird vernachlässigt. Über 5 cm mischt Wind den Schadstoff dispers zur Hintergrundkonzentration hinzu. Dies ist die Höhe der stagnanten Luftschicht und hängt eigentlich von der Rauhigkeitshöhe im Bestand ab. Die Morphologie, Bestandesdichte und Höhe der Pflanzen haben dabei einen großen Einfluß. Der Spinat hat beispielsweise die halbe Durchschnittshöhe des Salats und damit mehr von Ausgasung betroffene Erntemenge, aber auch eine niedrigere stagnante Luftschicht und niedrigere Schnitthöhe. Das Verhältnis dieser Zahlen für die Eingabe in SAP wurde vorerst nicht eingehender untersucht und die genannten Standards verwendet. Für Grünkohl und Weizen befindet sich das Ernteprodukt über diesen $5cm$ und damit ist nach SAP kein Transfer in das Ernteprodukt möglich. Die Rechnungen wurden trotzdem durchgeführt und damit der Transferfaktor für die ganze, oberirdische Pflanze angegeben.


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generiert am 3.1.1999
Bernhard.Reiter@usf.Uni-Osnabrueck.DE