Aus verschiedenen Lysimeterversuchen und Messungen sind Werte für Konzentrationen von PAKs und PCBs in Pflanzen, Böden und Kontrollvarianten bekannt. Diese Arbeit widmet sich der Modellvorstellung von der Aufnahme dieser Stoffe in Pflanzen. Dies soll zur Interpretation der experimentell ermittelten Transferfaktoren beitragen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse führen dazu, daß weitere Versuche gezielter durchgeführt werden können. Eine detaillierte Diskussion der ermittelten Transferfaktoren bezüglich der Implikationen für die Akkumulation in der Nahrungskette wird nicht angegangen.
Ob die Anwendung von Transferfaktoren im BBodSchG für einen systematischen Schutz des Bodens vor diesen Schadstoffen ausreichend ist, kann nicht umfassend bewertet werden. Außen vor bleiben ebenfalls die Wechselwirkungen verschiedener Chemikalien.
Untersucht wird auch nur der üblicherweise verwertete Teil der Nutzpflanzen. Das zielt eindeutig auf den vorrangigen Schutz des Menschen ab. Auf Grund unser anthropozentrischen Sichtweise sind viele Untersuchungen und Meßreihen darauf ausgelegt. Die Probenaufbereitung beim Lysimeterversuch Waldfeucht (Delschen et al., 1996, 3.1.3.8.2) beinhaltet deshalb Waschen und küchenfertiges Aufbereiten der geernteten Pflanzenteile.
Die Frage nach der Toxizität der Konzentration steht nicht im Vordergrund und wird nicht weiter beachtet. Für Wurzelgemüse und andere Nutzpflanzen stand kein einfaches Modell zur Verfügung, so daß Kartoffeln- und Möhrendaten aus dem Freilandversuch nicht bearbeitet wurden.
Ein eigenes Modell sollte nicht erstellt werden. Dafür wäre mehr Zeit und Wissen nötig gewesen und es hätte weiterer Prüfungen des Modells bedurft. Plant und SAP sind veröffentlicht und in Anwendung auf PCDD/F diskutiert.
Es ist nicht das Ziel, möglichst genaue Transferfaktoren abzuleiten oder vorherzusagen, sondern die Modellvorstellung über die ablaufenden, bedeutsamen Prozesse zu verbessern.