Positiv zu bemerken ist, daß es sich um Daten aus einem Versuch im Freiland handelt. Zur Verwendung kamen ungestörte Bodenmonolithe. Deren oberste Bodenschicht wurde gezielt kontaminiert und homogenisiert. Untergemischt wurden Reinstoffe, technische Gemische und Altlasten. Übliche Düngungen wurden vorgenommen und die Großlysimetergefäße in ein einheitlich bewirtschaftetes Feld eingebettet.
Damit tragen Delschen et al. (1996) verschiedener Kritik an anderen Experimenten zur Bestimmung von Transferfaktoren Rechnung. Kleingefäße bieten Pflanzen zu wenig Wurzelraum und erzeugen damit eine verfälschte Aufnahme. Versuche im Gewächshaus bedeuten erheblich andere Witterungsbedingungen für die Pflanzen. Ein anderes Lichtspektrum und eine andere Temperatur wirkt sich auf die chemischen Abläufe beim Schadstofftransfer und Abbau aus. Das Fehlen von Wind und natürlichen Regenereignissen beinflußt gerade die hier untersuchten Aufnahmepfade entscheidend.
Ob der Anbau repräsentativ für die verbreiteten Methoden in der Landwirtschaft stattfand, kann nur vermutet werden. Der Salat wurde nicht unter Folie oder Flies angebaut. Nach Fritz und Stolz (1989) ist dies aber bei 5-10% des gewerblichen Anbaus der Fall. Aus der geringe Anbaudichte von Spinat läßt sich Reihenspinat vermuten. Üblicherweise wird Industriespinat angebaut. Die auch im Gemüsebau verwendeten Maschinen zur Ernte und Weiterverarbeitung wurden wahrscheinlich nicht auf der Versuchsanlage Waldfeucht eingesetzt.
Im Vorfeld des Versuches wurden unterschiedliche Laboratorien auf ihre Analysequalität hin verglichen. Laut Delschen et al. (1996, 3.1.5) trug dies zur Erarbeitung einer harmonisierten Methode für PAK- und PCB-Bestimmung bei. Trotzdem ist es zu bedauern, daß sich viele Meßwerte unter und nahe an den Bestimmungsgrenzen befinden.