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2. Art des Transferfaktors

Im Unterschied zu anderen Arbeiten wird der Transferfaktor hier einheitlich auf die Masse der frischen Pflanzen bezogen und nicht auf die Trockenmasse. Voruntersuchungen ergaben, daß Meßschwankungen dabei besser ausgeglichen werden. Üblicherweise werden Gemüsepflanzen relativ frisch verspeist und Ernte- und Verzehrmenge im Frischgewicht angegeben. Eine Messung im Trockengewicht wird vorgeschlagen, weil beim Transport ins Labor und der Zeit bis zur Analyse schnell Wasser verdunstet. Dann ist aber auch davon auszugehen, daß flüchtige Schadstoffe entweichen können. Beide Möglichkeiten, einen Transferfaktor anzugeben sind durchaus diskutabel. Verwirrung entsteht dann, wenn die Einheit des Transferfaktors nicht angegeben wird. Nachteilig für eine weitere Verwendung ist bei Angabe hinsichtlich des Trockengewichts, daß die Anteile der Trockenmasse bei den gemessenen Pflanzen bekannt sein muß.

Um eine Rate für den Transfer von Stoffen in die Pflanzen anzugeben, muß die Hintergrundbelastung der Kontrollpflanzen abgezogen werden. Denn diese Schadstoffmenge hat sich ja bereits in der Pflanze befunden oder ist aus der Hintergrundluftbelastung aufgenommen worden. Dies scheint in der Literatur nicht immer beachtet worden zu sein. Auch Delschen et al. (1996, 4.4.2,S.119) errechnen die Transferkoeffizienten als reinen ,,Quotienten aus der Stoffkonzentration in der Pflanze und jener im zugehörigen Boden``.


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generiert am 3.1.1999
Bernhard.Reiter@usf.Uni-Osnabrueck.DE