Daß nur Spinat und Salat signifikante Transferfaktoren aus dem Boden aufweisen, wird von einem Profilvergleich weiterer PAKs gestützt. Delschen et al. (1996, 4.4.1 S.112ff) können für die vier- oder mehr-Ring Aromaten eine Übereinstimmung zwischen dem PAK-Muster der Böden und jenem von Blattsalat und Spinat feststellen.
Die hier ermittelten Transferfaktoren sind den aus Delschen et al. (1996, 4.4.2) vorzuziehen. Dort wird die Kontrollvariante nicht abgezogen. Ein weiterer Unterschied ist die Zuordnung der Meßzeitpunkte. Ohne auf dem Abstand zu achten, wurde dort immer die Messung vor der Aussaat bzw. der Pflanzung herangezogen. Eine aussagekräftige Interpretation der Transferfaktoren nicht leicht, weil viele Meßwerte unter und an den Bestimmungsgrenzen liegen.
Spinat und Salat nehmen Schadstoffe aus dem Boden auf, im Gegensatz zu Grünkohl und Winterweizen. Das bedeutet, daß es für den Transfer wichtige Pflanzenunterschiede gibt.
Der Vergleich der Transferfaktoren von Salat und Spinat, visualisiert in Abbildung 4.2, zeigt, daß die Stoffe bei den Pflanzen zu einem unterschiedlichen Aufnahmeprofil führen. Die Aufnahme von Schadstoffen findet hier unterschiedlich statt.
Es ist zu erkennen, daß die Pfade Bodenresuspension und Ausgasung eine Rolle spielen, da hauptsächlich die bodennahen Pflanzen Spinat und Salat betroffen sind. Translokation würde bei den länger stehenden Pflanzen wie Grünkohl und Weizen Effekte hervorrufen.