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1. Plant

Die Hintergrundkonzentration der Meßwerte sind ausreichend getroffen und werden im allgemeinen eher unterschätzt, besonders bei PCB28 und PCB52. Hier würden entsprechend höhere Luftkonzentrationen das gewünschte Ziel erreichen. Da die Luftkonzentrationen beim Versuch nicht gemessen wurden, nur die Deposition, ist es nicht verwunderlich, daß hier eine Diskrepanz besteht. Dafür, daß diese nicht zu groß ausfällt, sorgt schon die Tatsache, daß entsprechend passende Literaturwerte herangezogen worden sind. Eine Rückrechnung von der gemessenen Deposition auf die gewählte Luftkonzentration läßt diese plausibel erscheinen. Phenantren ist im Vergleich mit gängigen Profilen erhöht, so daß eine entsprechende Emissionsquelle in der Nähe vermutet wird.

Auffällig ist, daß Pflücksalat nach Plant-Rechnungen immer den kleinsten Transferfaktor aller Pflanzen aufweist. In der gleichen Größenordnung mit einem leicht größerem TF folgt Spinat. Grünkohl und Winterweizen scheinen einen signifikant höheren TF durch Translokation zu haben. Hier zeigt sich der Einfluß der längeren Standzeit. Die generische Pflanze befindet sich eher in diesem höheren Bereich und überschätzt somit Salat und Spinat.

Die Unsicherheitsanalyse der Pflanzenparameter zeigt, daß die Konzentrationswerte deutlich im Rahmen zwischen der minimalen und maximalen Abschätzung durch das Verwenden verschiedener Abschätzfunktionen für $K_{OC}$ und den $TSCF$, bleiben. Durch das Verwenden breiterer Eingangsverteilungen würde eine höhere Variation des Ergebnisses erreicht. Die in Tabelle 3.10 angegebenen Verteilungen sind vom biologischen Standpunkt aber gar nicht so eng gewählt. Daraus läßt sich klar ein größerer Einfluß der beiden genannten Abschätzfunktionen schließen. Es bleibt zu bemerken, daß der $OC$-Gehalt des Bodens direkt auf die Konzentration im Bodenwasser und damit auf die Aufnahme wirkt. Für den nicht betrachteten Sandboden würde dies einen Faktor zwei in der Bodenwasserkonzentration ausmachen, das kommt etwa dem Einfluß des Wechsels der beiden TSCF-Abschätzungen gleich. Der Einfluß des Humusgehaltes wird auch bei Delschen et al. (1996, 5.2.2 S.142) aus der Literatur mit dem $OC$-Gehalt erklärt.

Die Bedeutung des Parameters Transpiration pro Trockenmasse ergibt sich aus der Art wie die korrelierten Pflanzenparameter hergestellt werden. Deshalb hat auch die Wachstumsrate eine geringe Bedeutung, weil sie aus Standzeit und Trockenmasse berechnet wird. Sie stellt dann exakt die Wachstumsrate dar, um nach Standzeit und der festen Anfangstrockenmasse die angestrebte Trockenmasse zu erreichen. Durch diese Abschätzfunktionen zum Bestimmen von entsprechend korrelierten Pflanzenparametern wird deutlich, warum die errechneten Ergebnisse nicht besonders sensitiv auf die Pflanzenparameter reagieren. Entsprechend hat die Standzeit keine große Bedeutung, weil die Gesamtverdunstung pro Trockenmasse sich kaum ändert und der Transpirationsstrom aus der gesamt verdunsteten Menge mit Formel (3.4) und (3.5) ausgerechnet wird.


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generiert am 3.1.1999
Bernhard.Reiter@usf.Uni-Osnabrueck.DE