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 Modul Hauptstrom

(Verantwortlichkeit der Universität Twente)

Das Modul Hauptstrom beschreibt die ökologischen Zusammenhänge in der Flussaue, die Abschätzung von Überflutungsrisiken und die Schiffbarkeit der Elbe.

Der ökologische Zustand der Flussauen wird durch die Entwicklung bestimmter Biotoptypen beschrieben und ist in erster Linie von der Überflutungsdauer in der Flussaue (Anzahl der Tage pro Jahr) abhängig.

Systemdiagramm des Moduls Hauptstrom.

Das Überflutungsrisiko wird anhand der potenziell entstehenden relativen Schäden an bestehenden Vermögenswerten dargestellt. Der funktionale Zusammenhang wird durch die Überflutungshöhe, die in den Gebieten hinter den Deichen bei bestimmten Abflüssen bei einer Deichüberströmung verursacht wird, hergestellt.

Die Intensität der Schifffahrt auf der Elbe hängt von den hydrologischen Verhältnissen und den sich daraus ergebenden Fahrrinnentiefen ab. Im Elbe-DSS wird die Schiffbarkeit durch die Anzahl der Tage ausgedrückt, an denen Standardschiffe die von der WSV für den deutschen Teil der Elbe definierten Steckenabschnitte befahren kann. Da sich die benötigte Wassertiefe mit dem Beladungszustand ändert und die Schifffahrt auf niedrige Wassertiefen entsprechend mit Abladen von Fracht reagiert, muss neben der Anzahl der Schiffe auch die damit bewegbare Frachtmenge berücksichtigt werden.

Prinzipiell ist das Modul Hauptstrom so angelegt, dass es den Fluss von der Grenze Tschechiens (Elbe-km 0) bis zum Wehr Geesthacht (Elbe-km 586) abbildet. Aufgrund von Beschränkungen in der Datenverfügbarkeit wurde das Modul vorerst nur für ausgewählte Flussabschnitte ausgearbeitet, um dann vervollständigt zu werden, wenn weitere Daten zur Verfügung stehen. Diese ausgewählten Abschnitte decken sich in dieser Phase in Teilen mit dem des Moduls Flussabschnitt, die räumlich-zeitliche Auflösung unterscheidet sich jedoch entsprechend der angewendeten Skala. Die verwendete räumliche Auflösung liegt je nach der betreffenden Funktion im Bereich von 50 bis 100 m.

Entwicklungsziele in diesem Modul sind die Schiffbarkeit der Elbe, die Überflutungssicherheit, der gute ökologische & chemische Zustand nach WRRL des Hauptstromes sowie der gute ökologische Zustand der Flussauen.

Maßnahmen im Modul Hauptstrom betreffen das hydraulische Regime der Flüsse. Dazu zählt die Veränderung der Deichhöhe, Deichrückverlegungen, Maßnahmen zur Renaturierung der Flussaue, Erhöung des im Hochwasserfall zur Verfügung stehenden Rückhaltevermögens, das Geschiebemanagement im Flussbett sowie Landnutzungsänderungen (zur Verringerung des Risikos von Hochwasserschäden) und Buhnenmodifikation (Veränderung der Rauhigkeit im Abflussmodell).

Externe Szenarien wirken indirekt, vom Modul Einzugsgebiet ausgehend auf die Prozesse im Modul Hauptstrom.

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