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Literaturliste

Eine Auswahl von ''Sachbüchern'', die systemwissenschaftlich Interessierte lesen könnten:

 

Diese Bücher zeigen, wie man mithilfe von Computermodellen die Entwicklung von Lebewesen auf der Erde verstehen kann. Man lernt, wie sich (Computer-)Viren mit einfachen Regeln vermehren und wie man die Evolution mit Programmen nachbilden kann. Kurz gesagt: Es geht um künstliches Leben aus dem Computer!

  1. Der blinde Uhrmacher - ein neues Plädoyer für den Darwinismus (Orig.-Titel: The blind watchmaker <dt.>) von Richard Dawkins. Aus d. Engl. von Karin de Sousa Ferreira, München : Kindler, 1987, 384 S., ISBN: 3-463-40078-2, vergriffen.
  2. KL, Künstliches Leben aus dem Computer von Steven Levy. Aus dem Engl. von Hans W. Kothe, München : Droemer Knaur, 1993, 460 S., ISBN: 3-426-26477-3, vergriffen.

Auch Intelligenz kann man mit Computersimulationen untersuchen. Während

  1. Die Entdeckung der Intelligenz oder Können Ameisen denken? von Holk Cruse, Jeffrey Dean und Helge Ritter, Dtv (Taschenbuchausgabe), 2001, 278 S., ISBN: 3423330643, vergriffen.

sich vor allem die "einfache" Intelligenz von Ameisen vornimmt, setzt sich

  1. Bauplan für eine Seele von Dietrich Dörner, Reinbek, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 831S., ISBN: 3499611937, 2001.

das ehrgeizige Ziel, eine künstliche Person im Computer nachzubauen.

Typisch für die Systemwissenschaft ist an allen diesen Büchern, dass wissenschaftliche Fragen aus einem ungewohnten Blickwinkel untersucht werden: In den oben genannten Büchern werden beispielsweise Fragen der Psychologie und Biologie mithilfe von Computersimulationen untersucht. Eine Verbindung von Biologie und Psychologie stellt das folgende Buch her:

  1. Maturana, H.R., Varela, F.J. (1987) Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens Goldmann, München, ISBN 3442114608.

Dietrich Dörner hat sich auch Gedanken darüber gemacht, warum viele Dinge einfach schiefgehen. Antworten darauf finden sich in

  1. Dörner, D. (1999). Die Logik des Mißlingens, rororo, Hamburg, ISBN 3499615789, 5. Aufl., 2003.

Von Denkfehlern, die dann dazu führen können, dass etwas mal nicht klappt, geht auch Frederik Vester aus. Er identifiziert die Gewohnheit, einfache Ursache-Wirkungsbeziehungen zu suchen, statt größere Zusammenhänge zwischen mehreren Dinge, also die Vernetzung der Welt zu begreifen:

  1. Vester, F. (2002). Die Kunst vernetzt zu denken, dtv, München, ISBN 3423330775.

Einer der "Väter" der Systemwissenschaft ist Hermann Haken. In manchen Systemen kann Ordnung entstehen, obwohl sich die Einzelkomponenten des Systems zufällig verhalten. Eine Erklärung für solche scheinbar paradoxen Effekte, die sowohl in der Natur als auch in der menschlichen Gesellschaft überraschend häufig auftreten, liefert die von Haken entdeckte "Synergetik". Verständlich nachzulesen in

  1. Haken, H. (1981). Erfolgsgeheimnisse der Natur, DVA, Stuttgart, ISBN 3421027242, vergriffen.

Wie man mit einfachen Regeln komplexe Bilder erzeugen kann, die manchmal an in der Natur vorkommende Muster erinnern oder so bizarr sind, dass sie aus einem Science Fiction stammen könnten, erfährt man in

  1. Chaos und Fraktale von Hartmut Jürgens, Heinz-Otto Peitgen, Dietmar Saupe, Heidelberg, Spektrum, 206 S., 1989, ISBN: 3922508545, vergriffen.

Mit der Entdeckung, dass Chaos schon durch die Anwendung sehr einfacher Regeln entstehen kann, wurde nach Methoden gesucht, um wieder Ordnung in das Chaos zu bringen. Eine Einführung gibt

  1. Lewin, R. (1992). Die Komplexitätstheorie. Wissenschaft nach der Chaosforschung, Hoffmann und Campe, Hamburg, ISBN 3455085377, vergriffen.

Ebenfalls aus dem Bereich der Chaosforschung stammt

  1. Waldrop, M.M. (1996). Inseln im Chaos. Die Erforschung komplexer Systeme, rororo, Hamburg, ISBN 3499199904, vergriffen.

Viele Anwendungen der Systemwissenschaft findet man in der Ökologie - bei Umweltproblemen spielen häufig sehr komplexe Systeme eine Rolle. Hierzu lohnt es sich, in das folgende Buch zu schauen:

  1. Vester, F. (2002). Unsere Welt - ein vernetztes System, dtv, München, ISBN 3423330465, vergriffen.

James Lovelock stellte die ebenso interessante wie umstrittene These auf, dass die Erde im wahrsten Sinne des Wortes ein "lebender Planet" ist: Er hält "Gaia", griechisch für Erde, selbst für ein Lebewesen. Lebender Planet oder lebendiger Planet? - die Antwort findet man in

  1. James Lovelock (1993) Das Gaia-Prinzip. Die Biographie unseres Planeten, Insel, Frankfurt/M., ISBN 3458332421, vergriffen.

 

Natürlich gibt es auch Romane mit systemwissenschaftlichen Themen:

 Zunächst ein absoluter Bestseller, der die komplexen Zusammenhänge in unserer Umwelt thematisiert und wie diese zu Naturkatastrophen führen können:

  1. Der Schwarm von Frank Schätzing, Frankfurt, Fischer, 956 S., ISBN-10: 3596164532, ISBN-13: 978-3596164530.

Echte Klassiker sind

  1. Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams, Heyne, 204 S., ISBN: 3453146972, 1998.

  2. Das Restaurant am Ende des Universums von Douglas Adams, Heyne, 235 S., ISBN: 3453146980, 1998.

Wem die beiden letzten Bücher gefallen haben, kann sich noch mit drei weiteren Teilen und dem Kinofilm weiteramüsieren. Vom selben Autor sind die weniger bekannten "Science-Fiction-Krimis"

  1. Der Elektrische Mönch. Dirk Gently's Holistische Detektei von Douglas Adams, Heyne, 283 S., ISBN: 3453199081, 2001.

  2. Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele. Dirk Gently's Holistische Detektei. von Douglas Adams, Heyne, 282 S., ISBN: 978-3-453-21072-1, 2002.

ebenfalls sehr zu empfehlen.

Schließlich noch etwas über das (wahre?) Leben in Wissenschaft und Forschung um 1800, wo sich C. F. Gauß und A. von Humboldt um

  1. Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann, Rowohlt, 304 S., ISBN: 3498035282, 2005.

kümmern - leichte interdisziplinäre Bettlektüre.

Die "offizielle" Literaturliste zur Einführungsvorlesung für Systemwissenschaft hält außerdem bereit:

Lehrbücher

  1. Bossel, H. (2004): Systeme Dynamik Simulation. Modellbildung, Analyse und Simulation komplexer Systeme. Book on Demand. Norderstedt.
  2. Bossel, H. (1994): Modellbildung und Simulation. Konzepte, Verfahren und Modelle zum Verhalten dynamischer Systeme. Vieweg Verlag, Braunschweig. (2. Auflage)
  3. Imboden, D. M., Koch, S. (2003): Systemanalyse – Eine Einführung in die mathematische Modellierung natürlicher Systeme. Springer, Heidelberg.
  4. Nüchel, A. (1995): Chaosbox. Simulation zellulärer Automaten. Heureka-Klett Verlag, Stuttgart.
  5. Bossel, H. (1994): Modeling and Simulation. A.K. Peters/Vieweg Verlag, Braunschweig. (engl. Ausgabe)
  6. Byrknes, A.-H. (1996): Learning Dynamic Modeling. Powersim Press.
  7. Byrknes, A.-H. (1996): Powersim Tutorial 1. Introductory Course. Powersim Press.
  8. Matthies, M.: Vorlesungsskript „Einführung in die Systemwissenschaft“ (wird ständig überarbeitet und erweitert).

Weitere interessante Fachbücher

  1. Seppelt, Ralf (2003): Computer-Based Environmental Management. Wiley-VCH, Weinheim
  2. Bossel, H. (1998): Globale Wende. Wege zu einem gesellschaftlichen und ökologischen Strukturwandel. Droemer Knaur, München.
  3. Ruth, M., Hannon, B. (Eds.): Modeling Dynamic Systems. Serie im Springer Verlag (http://www.springer-ny.com/biology/moddysys):

    1. Hannon, B., Ruth, M.(1994): Dynamic Modeling.
    2. Ruth, M., Hannon, B.: Modeling Dynamic Economic Systems.
    3. Deaton, M. D., Winebrake, J. J. (2000): Dynamic Modeling of Environmental Systems.

  4. Dörner, D. (1989): Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Rowohlt Verlag, Hamburg.
  5. Gerhardt, M., Schuster, H. (1995): Das digitale Universum. Zelluläre Automaten als Modelle der Natur. Vieweg Verlag, Braunschweig.
  6. Klir, J. (1991): Facets of Systems Science. Plenum Press, New York/London.
  7. Kulla, B. (1979): Angewandte Systemwissenschaft. Physica Verlag, Würzburg/Wien.
  8. Luhmann, N. (1985): Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp, Frankfurt/M.
  9. Matthies, M., Malchow, H., Kriz, J. (2001): Integrative Systems Approaches to Natural and Social Dynamics. Springer, Heidelberg.
  10. Meadows, D., Meadows, D., Randers, J. (1992): Die neuen Grenzen des Wachstums. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart.
  11. Meyer, M. (1996): Operations Research, Systemforschung. Eine Einführung in die praktische Bedeutung. 4. Aufl., G. Fischer Verlag, Stuttgart.
  12. Möller, D. (1992): Modellbildung, Simulation und Identifikation dynamischer Systeme. Springer Verlag, Heidelberg.
  13. Nowak, H. P., Bossel, H. (1994): Weltsimulation & Umweltwissen. Vieweg Verlag, Braunschweig.

  14. Peitgen, H.-O., Jürgens, H., Saupe, D. (1992): Bausteine des Chaos - Fraktale. Springer Verlag, Heidelberg.
  15. Peitgen, H.-O., Jürgens, H., Saupe, D. (1992): Chaos - Bausteine der Ordnung. Springer Verlag, Heidelberg.
  16. Rapoport, A. (1988): Allgemeine Systemtheorie. Wesentliche Begriffe und Anwendungen. Verlag Darmstädter Blätter.
  17. Stermann, J. D. (2000): Business Dynamics: Systems Thinking and Modeling in a Complex World. McGraw-Hill, Boston.

  18. Trapp, S., Matthies, M. (1996): Dynamik von Schadstoffen - Umweltmodellierung mit CemoS. Springer Verlag, Heidelberg.
  19. Vester, Frederic (1999): Die Kunst vernetzt zu denken. Ideen und Werkzeuge für einen neuen Umgang mit Komplexität. DVA, Stuttgart.
  20. Wolfram. S. (2002): A New Kind of Science. IBS Books.