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Forschungsprojekt "Zukunftsfähige Agrarpolitik: Natur erhalten, Umwelt sichern - Vertiefungsstudie  (ZA-NExUS)"

Gefördert vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Umweltbundesamt (UBA), im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Projektzeitraum: Januar 2018 - Dezember 2020

Durchführende Einrichtungen: Humboldt-Universität zu Berlin (Verbundkoordinator), Projektbüro mareg (markt+region), Universität Osnabrück, Justus-Liebig-Universität Gießen, Wageningen University

Ziel der Vertiefungsstudie ist es, aufbauend auf den Ergebnissen des ZA-NExUS-Projekts die weiteren Diskussionen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu begleiten, indem

  • die im ZA-NExUS-Projekt entwickelte Konzeption einer „neuen Architektur der Agrarpolitik“ im Hinblick auf die instrumentelle und rechtliche Ausgestaltung weiter ausgearbeitet wird;
  • die Reaktionen von Landwirtinnen und Landwirten sowie der beteiligten Umwelt- und Agrarverwaltung empirisch erhoben werden;
  • die Wirkung der zu erwartenden Politikvorschläge anderer Akteure, insbesondere der Europäischen Kommission, auf die Ziele des Natur- und Umweltschutzes fachlich abgeschätzt und beurteilt werden.

Die ZA-NExUS-Vertiefungsstudie versucht, den mit dem ZA-NExUS-Projekt und dem BMUB-Agrarkongress vom Januar 2017 in der agrarpolitischen Debatte gesetzten Impuls weiterzuentwickeln. Dazu ist es notwendig, die vorgeschlagene neue Architektur der Agrarpolitik zu operationalisieren und den vorgestellten Ansatz im Detail auszuarbeiten. Weiterhin sollen die Reaktionen der Landbewirtschafter/innen sowie der anderen relevanten Akteure im Bereich des Natur- und Umweltschutzes einbezogen werden. Zu diesem Zweck soll der operationalisierte Politik-Ansatz quasi in Form eines ‚Planspiels‘ in Einzelinterviews und Fokusgruppen mit Praktiker/innen durchgespielt werden. Durch die angestrebte intensive Befragung soll eine starke Wissensbasis für die Begleitung der weiteren Diskussion zur Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik geschaffen werden. Schließlich soll die weitere agrarpolitische Diskussion durch eine fachliche Bewertung der zu erwartenden Vorschläge der EU-Kommission sowie ggf. anderer wichtiger Akteursgruppen begleitet werden.

Insgesamt bleibt es das Ziel von ZA-NExUS, eine natur- und umweltverträgliche Landnutzung attraktiver zu machen und zu belohnen. Darüber hinaus sollen in dem Folgeprojekt Politikansätze weiterentwickelt werden, die kooperative Beziehungen und ein gemeinsames Lernen zwischen den Akteuren durch partizipative und reflexiv-adaptive Politikinstrumente ermöglichen. Weiterhin soll die Akzeptanz der Politikvorschläge und die Einbettung in den weiteren agrarpolitischen Institutionenrahmen abgeschätzt werden.