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Institut für Umweltsystemforschung


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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Studiere Systemwissenschaft, um die Komplexität der Welt zu verstehen!

Aber was ist eigentlich Systemwissenschaft? 

Systeme gibt es in allen Bereichen des Lebens, angefangen bei dem Betriebssystem des Rechners über Verkehrssysteme, das Wirtschaftssystem eines Landes, Ökosysteme bis hin zum Sonnensystem.

Aber auch Begriffe, die das Wort System nicht beinhalten, können eines bezeichnen. So kann auch der See als ein System betrachtet werden, je nachdem, was untersucht werden soll (z.B. das Nahrungsnetz innerhalb eines Sees).

Beispiel für Systemelemente und Wirkungsbeziehungen anhand eines einfachen Nahrungsnetzes
Eine Fischpopulation ernährt sich von Plankton. Der "Pluspfeil" zeigt an: je mehr Plankton, desto mehr Fische. Der "Minuspfeil" zeigt an: je mehr Fische, desto weniger Plankton. Licht hat als Umwelteinfluss eine positive Wirkung auf das Planktonwachstum. (Bildquellen: Wikimedia Commons, s.u.)

Wichtige Bestandteile der Beschreibung eines Systems sind seine Elemente und die Wirkungsbeziehungen zwischen den Elementen und über die Systemgrenzen hinaus mit der Umwelt des Systems. Diese Wirkungen führen dazu, dass die Kenntnis der Eigenschaften der einzelnen Elemente nicht ausreicht, um auf das Verhalten des Gesamtsystems zu schließen - oder anders gesagt:

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Systemwissenschaftler lernen, schnell Zusammenhänge herzustellen, hieraus das Wichtige zu ziehen und zu verwenden.

(Volker Berding - Systemwissenschaftler im Interview)  weiter lesen...

Womit befassen sich Systemwissenschaftler?

Ein Systemwissenschaftler analysiert auf der Grundlage einer Fragestellung die Wechselwirkungen und Zusammenhänge in Systemen, um diese besser zu verstehen, um Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen machen zu können oder um Mensch-Umwelt-Interaktionen zu verbessern.

Viele aktuelle Fragen sind jedoch sehr komplex, denn wer kann schon in einem Satz darauf antworten, wie sich Seuchen ausbreiten, wie ein Verkehrsstau entsteht oder wie schnell die Polkappen abschmelzen? Ein Systemwissenschaftler benötigt somit vor allem Informationen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen und arbeitet daher mit den Spezialisten in ihrem jeweiligen Gebiet eng zusammen (interdisziplinär).

Die Kunst besteht darin, dass Systemwissenschaftler dieses Wissen über ein komplexes System überblicken, vernetzen und in einem Modell vereinfacht abbilden, so dass realistische Aussagen über das Systemverhalten möglich werden. Dazu gehört auch, die Modellergebnisse zu analysieren, zu interpretieren und auf Unsicherheiten zu untersuchen.

Systemwissenschaftler verwenden verschiedene Methoden, um Systeme in Modellen abzubilden. Zu diesen Methoden gehören mathematische Beschreibungen mit Hilfe von Differentialgleichungen, regelbasierte Modelle, Agentenmodellierung sowie stochastische Modelle und andere.

 

Die folgenden Beispiele aus Forschung und Lehre geben einen ersten Einblick in die Arbeit von Systemwissenschaftlern.

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